Unsere Pferde leben im Herdenverband in Offenstallhaltung mit Weidegang von Mai bis November. Diese Haltung kommt den sozialen und physiologischen Grundbedürfnissen der Pferde entgegen, da sie einerseits ständigen Kontakt zu Artgenossen haben und sich andererseits frei bewegen können und nicht auf den Platz einer Box eingeschränkt sind. Diese Haltungsbedingungen fördern die für die Arbeit nötige Ausgeglichenheit. Oberste Priorität für die therapeutische Arbeit ist die Vertrauensbasis zwischen Mensch und Pferd. Sie bildet die Grundlage für das Training und später für den therapeutischen Einsatz. Ziel der Ausbildung ist es, dass die Pferde zum einen in der Lage sind, ausgeglichen und freudig mit TherapeutIn und KlientIn zusammen zu arbeiten, und zum anderen auch körperlich durch entsprechendes Training auf die Therapie vorbereitet werden. Die Motivation und Flexibilität der Pferde zur Einstellung auf ungewohnte Situationen, sowie die Sensibilisierung für die Signale des Menschen soll dabei gefördert werden.

 

 

Unsere Pferde haben feste Bezugspersonen, die außerhalb der Therapie das Ausgleichstraining gestalten. Das Training richtet sich immer nach den jeweiligen Bedürfnissen des Pferdes. Grundsätzlich wird das Training vielseitig und abwechslungsreich gestaltet und enthält folgende Elemente:


- Dressurmäßige Ausbildung nach klassischen Grundsätzen
- Bodenarbeit inkl. Klassische Arbeit an der Hand und am langen Zügel
- Longenarbeit
- Cavaletti- und Stangenarbeit
- Anti-Scheu-Training
- Reiten im Gelände
- Anwendung physiotherapeutischer und osteopathsicher Techniken, wie z.B. Massagen
- Integration von Elementen verschiedener Reitweisen, z.B. des Centered Riding von Sally Swift und der TTEAM-Arbeit nach Linda Tellington Jones

 

 

Um diese Methoden in die therapeutische Arbeit integrieren zu können, nehmen unsere Therapeuten und Therapeutinnen regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teil.